Vom 17. Jänner bis 24. Jänner 2009 fand im französischen Vars die FIS-Speedski-Weltmeisterschaft statt. Gefahren wurde auf der Chabriere-Piste. Diese gilt als schwierigste Piste im Speedski da sie mit 98% Gefälle extrem steil ist.
Nachdem am Samstag die Nationen angereist sind wurden am Abend die Startnummern verlost. Am Sonntag sollte mit dem Training und dem 1. Rennlauf begonnen werden. Dies verhinderte aber eine massiver Wintereinbruch, so dass von Sonntag bis einschließlich Dienstag kein Befahren der Strecke möglich war - auch wegen der Lawinengefahr aufgrund der Steilheit der Piste.
Der Einmarsch der Nationen fand am Sonntag statt. Für jede Nation wurde die Bundeshymne gespielt und ein Feuerwark in den Nationalfarben abgefeuert - für mich als Teilnehmer waren dies sehr schöne Momente. Nach der Zeremonie lud die Gemeinde von Vars zu einem Buffet bei dem Spezialitäten der Region kredenzt wurden.
Wie bereits erwähnt schneite es in den französischen Alpen, so dass kein Speedski-Fahren an der Tagesordnung stand - stattdessen wurde der Tag mit Tiefschneefahren und Schi-Wachsen verbracht.
Am Mittwoch war es endlich soweit. Mit dem Training konnte begonnen werden. Die Geschwindigkeiten im Training waren schon sehr hoch - 157 km/h.
Danach folgten der Rennlauf 1 und 2, wobei nach jedem Lauf die langsamsten ausschieden. Meine Geschwindigkeiten waren 169,731 km/h und 182,463 km/h - der Start wurde bei jedem Lauf weiter nach oben verlegt. Donnerstags wurden die Läufe 3 und 4 gefahren. Der 3. Lauf war das Semifinale indem sich die 5 Besten für das anschließende Finale qualifizieren konnten. Im Finale erreichte ich mit 188,383 km/h den 5. Rang - aufgrund der unruhigen Piste und meiner noch geringen Erfahrung im High-Speed-Bereich (ich bin erst 5x über 180 km/h gefahren, während die Konkurrenten auf den Plätzen vor mir mehr als 10 Jahre in diesem Sport vertreten sind) war dieses Ergebnis für mich wie ein Sieg. Jeder der 5 Downhiller im Finale sowie die offiziellen der FIS attestierten dass Geschwindigkeiten jenseits von 185 km/h auf dieser Piste über dem Limit von Abfahrstschi (215...225cm) sind.
Erwähnen möchte ich auch das super Abschneiden der österreichischen Downhill-Mannschaft mit 3 gestarteten Athleten unter den ersten 6 - somit waren wir alle bei der Siegerehrung vertreten. Markus Münzer wurde 3. und Gerhard Peer 6.
Besonderer Dank gilt neben meinen Sponsoren auch meinem Sherpa/Assistenten Jörg Weigerstorfer für die super Unterstützung.
Die offiziellen Meldungen vom ÖSV-Speedski-Team können hier gelesen werden.
Die offizielle Ergebnisliste gibts hier.
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