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 Idre
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111% - Steilheit pur

Bisher dachte ich dass Vars mit 98% Gefälle die steilste Piste ist. Aber dann kamen wir nach Idre - genauer: Idre Fjäll. Die dortige Piste hat 111% Gefälle und trägt nicht zu Unrecht den Namen "Choken" (in deutsch bedeutet das etwa: "Würger"). Ich verliebte mich beim ersten Sichtkontakt in diese Strecke und freute mich schon auf die Schussfahrten über Choken. Dies auch um mir zu beweisen dass ich seit Vars, dort war ich noch ein wenig mit der Steilheit überfordert, viel gelernt habe und nun  auch perfekte Fahrten auf extrem steilen Hängen liefern kann.

Nach den Rennen in Finnland flogen wir nach Stockholm und reisten dann per Mietauto durch die schwedischen Wälder nach Idre - eine schwedische Wintersporthochburg. Wir hatten zwei renn- und trainingsfreie Tage welche mit Skipräparation, Streckenbesichtigung, freiem Skifahren und Erkundung der Gegend verbracht wurden. Das österreichische Team (Gerhard Peer, Markus Münzer, Martin Hochrainer und Günther Foidl) wurde in Schweden durch Stefan Schmid und Klaus Schrottshammer verstärkt.

Das Training ging ich eher gemütlich an um die Kompression am Ende des Steilhangs zu testen und erreichte den 3. Rang. Dies stellte mich aber nach den Ergebnissen von Finnland nicht zufrieden - deshalb attackierte ich im zweiten und dritten Lauf und fuhr jeweils Höchstgeschwindigkeit. Dies stimmte mich positiv denn auch die Wettervorhersagen für den darauffolgenden Renntag waren nicht die Besten.

Die Wettervorhersagen stimmten und es schneite schon in der Nacht zum Renntag. Ich spekulierte mit einer Absage denn somit hätte ich das Rennen gewonnen. Abgesagt wurde leider nicht, sondern der Start ständig verschoben. Nach gut vier Stunden hieß es dann (leider): "Racers to the start". Nichts also mit dem sicheren Sieg.
Die Pistenarbeiter haben gut gearbeitet und den Neuschnee aus dem Steilhang gerutscht. Der untere (flache) Teil der Strecke wurden von Pistengeräten präpariert und war sehr weich. Diese Warnung wurde den Läufern am Start auch mitgeteilt. Da ich keine weichen Pisten (außer Tiefschnee) mag stimmte mich das nicht sehr positiv. Aber was solls: Im Semifinale sowie im Finale startete ich kräftig, fuhr den Steilhang perfekt und war solange die Piste hart war der schnellste. Dann "versank" ich aber im weichen Teil der Rennstrecke. Diesmal hatte mein Antrieb (mein Gewicht) keinen Vorteil. Es reichte dennoch zum 3. Rang mit 151,45 km/h.
Meine Höchstgeschwindigkeit vom Vortag (glaube es waren 153 km/h) konnte keiner übertreffen und es könnte sogar der (inoffizielle) Streckenrekord im Downhill sein.

Die Führung im Gesamtweltcup konnte ich dennoch ausbauen!

Leider verletzte sich mein Kollege Gerhard Peer bei einem Schlag in der Kompression schwer am Knie so dass für ihn die Saison zu Ende ist - alles Gute Gerhard!


Bilder

schwedische Landschaft und Strassen - mit Spikes kein Problem
Die österreichische Mannschaft mit Rentier. Von links: Hochrainer, Referent Ebner, Münzer, Rentier, Schrottshammer, Foidl, Schmid, Peer
Ich vor der steilsten Piste Skandinaviens - Choken mit 111% Gefälle
Blick vom Start - aufgrund der Steilheit sieht man nur den Auslauf
Aufnahme neben der Strecke. Hier ist die Steilheit gut zu erkennen.
Blick vom Auto auf die Strecke. Ein "geiler" Anblick
Die erfolgreichen Österreicher: Foidl (3. SDH) und Schrottshammer (6. S1)

Videos

Ankunft in Idre und Impressionen von der Strecke
Video Renntag 1. Auf dem Video ist nur das österreichische Team. Ich bin der einzige Abfahrer.