Gesamtweltcupsieger im Speedski-Downhill

Das letzte Weltcup-Rennen dieser Saison startete ich mit eine Bluff um die Konkurrenz zu verunsichern. Ich fuhr mit einem Schi von dem ich wußte dass er ca. 3 km/h langsamer ist (strukturbedingt) als mein ausgewähltes Paar für die Finalläufe. Mit 163,32 km/h hatte ich dann 2,4 km/h Rückstand - ganz nach meinem Plan Marc Poncin, dem Gegner im Gesamtweltcup, in Sicherheit zu wiegen.
Für den nächsten Lauf nach ich dann meinen schnelleren Schi und wollte wissen was möglich ist. Leider war die Piste durch die Sonneneinstrahlung aufgeweicht und die schwereren Fahrer hatten keine Chance mehr. Speed: 171,47 km/h aber keine gute Platzierung. Hauptsache Poncin war langsamer als ich.
Tags darauf wurde der erste Lauf vom selben Start wie der letzte Start vom vorigen Tag gefahren. Mit 176,56 km/h für ich Höchstgeschwindigkeit im Semifinale - perfekte Motivation für den Finallauf.
181,93 km/h reichten im Finale für den vierten Rang. Poncin wurde Zweiter, was für mich den Gewinn des Gesamtweltcups mit 45 Punkten Vorsprung bedeutete.
Anmerkung: Es gibt die Theorie dass ab ca. 180 km/h im Downhill ein geschlossener Abfahrtshelm Vorteile gegenüber einer offenen Version, welche ich verwende, bringen kann. Ich kann diese Theorie nur bedingt bestätigen denn beim anschließenden Speedmasters (auf gleicher Strecke, nur höhere Startpunkte) fuhr ich mit offenen Helm Bestzeiten.
Endergebnis:
- Günther Foidl (AUT)
- Marc Poncin (GBR)
- Charles Queyras (FRA)
Nach dem Rennen und einer kleinen Spontanfeier im Zielgelände erfolgten die Siegerehrungen für das Rennen und den Gesamtweltcup auf dem Hauptplatz von Verbier. Die Übergabe der Kristallkugel war dabei mein persönliches Highlight - siehe unten: Bilder sagen mehr als tausend Worte...
Im Laufe der Weltcup-Finalwoche in Verbier entzündete sich mein rechtes Auge derart dass ich kaum noch sehen konnte. Zum Glück war mein Sponsor und Arzt Dr. Herzog anwesend. Mit einer "Spontanoperation" konnte die Entzündung/Schwellung behoben werden und ich hatte wieder klare Sicht - Danke.
Toko hatte einen Wachsstand aufgestellt und obwohl ich eigentlich niemanden an meine Schi lasse überzeugte mich die Professionalität von Heinz Kolly und Hansueli Forrer derart dass die beiden meine Schi für die Rennen von Verbier (sehr erfolgreich) präparierten. Vielen Dank für die Unterstützung!
Besonderer Dank gilt meinen Sponsoren Dr. Herzog, Tischlerei Brantner und Intersport Kienpointner. Ohne deren Unterstützung wäre die Teilnahme an allen Weltcup-Rennen und somit der Gewinn des Weltcups nicht möglich gewesen - DANKE!
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