You are hereSpeedSki > Saison 2009/10 > Idre
  |  anmelden
 FIS-WC in Idre (SWE)
minimieren

Der steilste Eislaufplatz

Nach dem Rennwochenende in Finnland übersiedelte der "Zirkus" nach Schweden. Leider mussten wir feststellen dass die Finnair unsere Ski nicht von Helsinki nach Stockholm transportierte - also machten wir uns ohne Ski auf den Weg nach Idrefjäll zum Pernilla Wiberg Hotel. Wir kamen gegen 20:00 Uhr dort an - unsere Ski kurz vor Mitternacht, also hieß es eine Nachtschicht beim Wachsen einlegen.

Am Tag nach der Anreise fand in Idre die schwedische Meisterschaft statt, an der wir als Gäste teilnehmen durften. Leider spielte das Wetter nicht mit und so fuhr das Austria Speed Ski Team nur einen Trainingslauf bevor es zu schneien begann. Dies stellte kein allzu großes Problem dar, denn schwedischer Meister konnten wir ohnehin nicht werden ;-)

Am Samstag fanden wie geplant die 3 Trainingsläufe für das Weltcup-Rennen statt. Wie bereits im Vorjahr gefiel uns die Strecke sehr gut, was sich auch in den Top-Platzierungen äußerte. Dass das Wetter in Idre sehr instabil ist bewies sich ein weiteres mal. Zuerst begann es nach Abschluss des Trainings zu schneien, dann starken Regen und Wind und über Nacht wurde es kalt. Dies hatte zur Folge dass sich die Piste in einen Eislaufplatz verwandelte.

Am Renntag kam neben dem Eis noch böiger Wind hinzu und dadurch war jede Fahrt ein Glückspiel. Zum Einen gab es extrem viele Schläge auf der 111% steilen Chocken-Piste und zum Anderen "bremste" der Gegenwind teilweise. Im Semifinale konnte ich mich somit in der Mitte des Feldes klassieren bevor ich im Finale mit einem sehr guten Lauf und 157,22 km/h noch an die 2. Stelle vor fuhr. Gehard Peer (Irdning, Steiermark) erreichte mit 153,57 km/h den 6. Rang. Da Markus Münzer "nur" den 7. Rang erbrachte konnte ich die Führung im Gesamtweltcup auf 149 Punkte ausbauen - ein gutes Omen für die letzten beiden Weltcup-Bewerbe.


Bilder

Die 111% steile Choken-Strecke in Idre.
Michel Goumöens (SUI), Günther Foidl und Gerhard Peer hatten sichtlich Spass in Idre.
Günther Foidl (2. Rang), Sebastian Lindholm (SWE, 1. Rang) und Reto Eigenmann (SUI, 3. Rang).