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  FIS-Weltcup in Vars (Frankreich)
minimieren

Saisonauftakt bei arktischen Temperaturen

Der Speedski-Saisonauftakt findet traditionell im französischen Vars in der Provinz der Haute Alpes statt. Nach gut achtstündiger Anreise bezog das Austria Speed Ski Team das Quartier, welches aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen mit der schweizerischen Mannschaft geteilt wurde.

Mein Kollege Gerhard Peer konnte verletztungsbedingt (Bänderriss im rechten Sprunggelenk) leider nicht aktiv am Rennen teilnehmen, aber er entschied sich sehr kameradschaftlich für mich als Betreuer und Trainer zu einzuspringen. Am Donnerstag, den 28. Jänner 2010, wurde somit die Speedski-Saison mit einem freien Training auf der 98% steilen Chabriere-Piste eröffnet.

Aufgrund der teils schlechten Witterung (Wind, Schneefall) und teils wegen der französischen Chaosorganisation konnten nicht alle geplanten Läufe durchgeführt werden. Durch den Schneefall und die sehr kalten Temperaturen von -24°C war die Piste sehr unruhig und könnte sogar als "Buckelpiste" bezeichnet werden. Dies stellte auch gleich einen hervorragenden Test für mein neues Material (Salomon) dar. Es faszinierte mich wie ruhig die Ski über die Buckel glitten und dadurch war es für mich möglich in optimaler aerodynamischer Position den Hang hinunterzuschießen. Bei allen Läufen bis zu Geschwindigkeiten von 185 km/h war ich in den Top-3 gewertet.

Am Finaltag verzichtete ich an 2. Stelle liegend auf einen Wertungslauf, da 215cm Abfahrtski bei Geschwindigkeiten über 190 km/h nicht mehr stabil sind und dadurch für mich keine Sicherheit mehr gegeben war. Meine Gesundheit hatte hier den Vorzug. Das Rennen gewann mein Kamerad Marc Poncin (GBR) mit 194 km/h auf 223cm Ski und ich wurde mit 185,567 km/h an 6. Position gewertet.

Trotz meines bislang schlechtesten Weltcup-Ergebnisses war das Speedwochenende in Vars ein Erfolg für mich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ich mich auf dieser Strecke um ca. 5 km/h steigern und dies bestätigte auch dass sich die Arbeit im Windkanal gelohnt hat. Weiters stimmt mich das sehr gute Abschneiden bei Geschwindigkeiten bis zu 185 km/h für den Rest der Saison sehr positiv. Ich hoffe dennoch dass dies mein einziger 6. Rang war ;-)


Bilder

   

Austria Speed Ski Team:

Gerhard Peer (links) und Günther Foidl

Blick vom Ziel auf die Piste.
Blick vom Start auf die Strecke.
Aufgrund der Steilheit von 98% mussten sich die Rennläufer zum Startpunkt abseilen.
Abseilen zum Startpunkt mit den Rennskiern.
Foidl in Fahrt ;-)
Die Steilheit der Piste ist gut erkennbar.
Dieser Schweizer spürt die Kräfte der Luft ;-)
Dieser Fahrer hatte Glück im Unglück - er blieb unverletzt.
Geschafft - mit 185,567 km/h in der Wertung bei -24°C.

Videos

Video vom Veranstalter. Ich komme bei Sekunde 0:24.