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2x Gesamtweltcupsieger im Speedski (Downhill)


Günther Foidl (SC Waidring)

Was ist Speedski?

Speedski ist die schnellste nicht motorisierte Sportart und vermutlich die älteste alpine Disziplin. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3 Sekunden werden Beschleunigungswerte wie in der Formel 1 erreicht.

Vom Start der Strecke wird in der sogenannten Beschleunigungszone - mit maximalen Gefällen bis 112% - Geschwindigkeit aufgebaut bis die Zeitmesszone erreicht wird. Diese Zone startet mit einem Lichtschranken gefolgt von einem zweiten Lichtschranken im Abstand von 100m. Über die verstrichene Zeit und die Distanz wird die mittlere Geschwindigkeit errechnet welche zur Wertung herangezogen wird. Im Vergleich dazu werden bei alpinen Abfahrtsrennen die Geschwindigkeiten über "nur" 30cm gemessen - d.h. die tatsächliche gefahreren Geschwindigkeit ist bei Speedrennen noch um etwas höher als in der Ergebnislisten wiedergegeben. Die spielt jedoch keine Rolle da der Vergleich der Teilnehmer gegeben ist.

Beim Speedski gibt es zwei Klassen:

  • Speed One: Hier wird mit Spezialhelm, Spoilern, Spezialazug und 240cm Schiern gefahren
  • Downhill: In dieser Klasse wird mit "normaler" Abfahrtsausrüstung an den Start gegangen

Der Weltrekord liegt seit 2006 bei 251,40 km/h die der Italiener Simone Originone in Les Arcs gefahren ist. In der Downhill-Kategorie liegt der Weltrekord bei 210,770 Km/h die der Franzose Mathieu Sage ebenfalls in Les Arcs gefahren ist.

Speedski gehört zur FIS und es werden Weltcup-Rennen und Weltmeisterschaften veranstaltet. Desweiteren gibt es in Frankreich und der Schweiz parallel dazu eigene Rennserien die ihrerseits Rennen veranstalten. Bei diesen Rennen werden Höchstgeschwindigkeiten und Weltrekordversuche gefahren - bei FIS-Rennen gilt laut Reglement ein Limit von 200 km/h, das glücklicherweise manchmal überschritten wird


(Bild vom der Strecke in Hundsfjället/SWE)

Der SC Waidring ist durch Günther Foidl im ÖSV-Nationalteam vertreten.

Ablauf eines (planmäßigen) Speedrennens

Es gibt wohl keinen normaldenkenden Menschen der auf Anhieb mit über 200 km/h eine Piste runterrasen wird. Deshalb wird beim Speedski relativ gemütlich begonnen.

Eine Hangbefahrung oder ähnliches ist im Gegensatz zu alpinen Bewerben nicht gestattet. Der erste Kontakt mit der Rennpiste findet somit im freien Training statt. Der Startpunkt für das Training ist von der Rennleitung so gewählt, dass eine Geschwindigkeit von 160 km/h nicht überschritten werden soll.
Nach dem freien - aber verpflichtenden - Training wird mit den Rennläufen begonnen. Bei jedem folgenden Lauf wird der Startpunkt weiter nach oben verlegt um die Geschwindigkeit zu steigern. Die ersten Rennläufe dienen auch als Qualifikation. D.h. Fahrer die zu langsam sind werden ausgeschieden. Desweiteren gibt es einen sogenannten "technischen Cut", bei dem unsichere Fahrer ausgeschieden werden.

Nach den Renn- oder Qualifikationsläufen folgen (meist am darauffolgenden Tag) das Semifinale und das Finale. Die Startreihenfolge entspricht in diesen Läufen der gestürzten Ergebnisliste aus dem letzen Quali-Lauf - der schnellste startet also zum Schluss.
Im Finale wird vom höchsten Startpunkt gefahren - um die höchsten Geschwindigkeiten zu erreichen. Gewertet wird die Geschwindigkeit des Finales.

Der hier beschriebene Ablauf stellt das theoretische Ideal vor. Speedski ist aber eine Freiluftsportart und deshalb kommt es immer wieder zu Änderungen und Verschiebungen aufgrund von Wettereinflüssen (Wind, etc.)

Höhepunkte meiner Karriere:

  • 2007: Erstes Weltcup-Rennen in Bad Mitterndorf (Kulm). Beim Debut wurde der sensationelle 2. Rang erreicht
  • 2009: Erste FIS-WM-Teilnahme. Auf der schwierigsten, steilsten und schnellsten FIS-Piste wurde der 5. Rang erfahren - für Günther war dies als bester Newcomer wie ein Sieg.
  • 2009: Die ganze Weltcup-Saison wird gefahren (in den vorigen Jahren jeweils nur 1 oder 2 Rennen aus finanziellen Gründen).
  • 2009: Erster Sieg in einem internatiolanen Speedrennen: Velocity Challenge in Sun Peaks (Kanada)
  • 2009: Erster Weltcup-Sieg in Salla / Finnland mit fast 2 km/h Vorsprung.
  • 2009: Gesamt-Weltcup-Sieg in der Downhill-Klasse in der ersten Saison und als erster Österreicher
  • 2010: Gesamt-Weltcup-Sieg in der Downhill-Klasse mit 8 Saisonsiegen bei 11 Rennen.

Siehe auch den Wikipedia-Artikel über mich. An dieser Stelle auch vielen Dank an Jürgen Thomas der diesen Artikel erstellt hat.

 Sponsoren
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Ich - Günther Foidl - bedanke mich bei meinen Sponsoren für die Unterstützung. Ohne diese könnte ich diesen Sport nicht ausüben und auch keine Erfolge feiern - D A N K E !

Dr. Andrea Herzog - Ärztin für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin

Danke für die Unterstützung in der Vorbereitungszeit. Vor allem für das Mentaltraining und die Leistungsdiagnostik.

Tischlerei Brantner und Brantner Shop - wie beim Speedskiing haben sie die schnellsten "Latten"

tischlerei-brantner.at
www.brantnershop.at

Danke für die Hilfe bei der Beschaffung von diversen Ausrüstungsgegenständen und den perfekten Schliff meiner Rennschier.

Besonderer Dank gilt Preindl Hans!

www.intersport-kienpointner.at

www.raiffeisenbank-waidring.at

www.postwaidring.at

sorgt für die Erfrischung vor und nach den Trainings

Dort wo ich Skifahren lernte und immer noch trainiere - mit Erfolg!

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